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Feine Damen

This song is by Rainhard Fendrich and appears on the album Zwischen Eins Und Vier (1982).

Sie überfallen jeden Tag Konditoreien
Und ihnen ist jedes Diät-Rezept vertraut
Sie klagen ständig über ihre Innereien
Und daß sie alles tun für ihre zarte Haut

Sie können Nachmittage bei Friseuren sitzen
Sie machen jede graue Strähne wieder wett
Am Decolleté verträumte kleine weiße Spitzen
Das wirkt sogar bei reifen Frauen noch sehr kokett

Was wär wenn wir die feinen Damen nicht mehr hätten
Wo wär der Glanz auf allen Bällen und Banketten
Denn das Gefühl für Etikette und für Stil
Das hat man heute nirgends mehr und darum kämpfen sie dafür denn diese Welt ist zu vulgär

Sie beugen sich sehr gerne aus Theaterlogen
An ihren Hälsen baumelt es millionenschwer
Denn sie behängen sich mit Ringen, Ketten, Broschen
Der der bezahlt geht meistens ängstlich hinterher

In den Gesprächen lieben sie es akademisch
Sie sind gebildet und belesen allesamt
Doch böse Zungen kichern leise, aber hämisch
Denn promoviert haben sie erst am Standesamt

Was wär wenn wir die feinen Damen nicht mehr hätten
Wo wär der Glanz auf allen Bällen und Banketten
Denn das Gefühl für Etikette und für Stil
Das hat man heute nirgends mehr und darum kämpfen sie dafür denn diese Welt ist zu vulgär

Die könnten niemals ihren Ehemann betrügen
Die große Liebe liegt gebündelt in der Schweiz
Sie sind verrückt nach ihm und seine Bank aus Züri
Der Mann um siebzig hat noch immer seinen Reiz

Doch manchmal hat sogar die Keuschheit ihre Grenzen
Und sie versuchen einen kleinen Seitensprung
Dann angeln sie mit sportlichen Mercedes-Benzen
Sich einen Mann, der nicht vermögend, aber jung

Was wär wenn wir die feinen Damen nicht mehr hätten
Wo wär der Glanz auf allen Bällen und Banketten
Denn das Gefühl für Etikette und für Stil
Das hat man heute nirgends mehr und darum kämpfen sie dafür denn diese Welt ist zu vulgär

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