FANDOM

1,927,418 Pages

StarIconGreen
LangIcon
​Duell der Giganten

This song is by paniq and appears on the album Achillesverse (2001).

Also gebe ich für euch meine Geschichte zum Besten:
Es war vor einiger Zeit im wilden wilden Westen
ein Kampf ohne Gleichen, der furchtbar gewesen -
leiht mir euer Ohr, ich will euch alles vorlesen.
Auf der steinigen Straße nach nirgendwo
standen zwei Gestalten und zielten nach irgendwo
sie hätten sich mit ihren Waffen niemals getroffen
doch die Entscheidungen sind zahlreich und der Weg offen.
Ich erzähle euch die Wahrheit, nein ihr müsst sie erleben
denn das Gelände ist gefährlich und die Straße uneben
die beiden jedenfalls hatten lange Zeit geschlafen
doch es kam der eine Tag, an dem sich beide trafen.

[Refrain:]
Die Armeen des Dunkeln sehen es niemals Funkeln,
die Krieger des Hellen surfen auf den Wellen,
Die liebende Wahrheit ist nicht wie ein Gebet,
es geht nur darum wer als erster aufsteht.

Auf der einen Seite stand, recht unfreundlich und blaß,
das mürrische Gesicht vom großen bösen Hass.
Seine Stiefel glänzten in der Sonne, Schweiss drang aus den Poren.
Er hatte nur noch Zweifel und sich selbst schon lang verloren.
Er glaubte an den Untergang der Welt und hatte lang geplant
viele Menschen hatte er bestraft und fühlte sich gewarnt
unter seiner Brust klopfte mit peinigendem Schlagen
ein Herz aus Stein, das war angefüllt mit Fragen.
Er hatte zum Schutz vor fremden Augen eine Brille aufgesetzt
seine Freundin in der Hand, eine, die ihn nicht verletzt
und er betrachtete mit Argusaugen und geladener Waffe
dieses Fremde, das ihn ansah wie ein Affe.
Auf der anderen Seite nämlich stand das Kind
ohne Ahnung vom Leben und welche Gefahren da sind
es hatte nach reiflicher Überlegung aller Möglichkeiten
beschlossen auf der Straße in den Horizont zu schreiten.
Heldenmutig hatte es gesagt: ich geh alleine,
und nach kurzer Reise standen vor ihm auf dem Weg zwei Beine,
neugierig wem die wohl gehörten, sah es langsam auf
und blinzelte geblendet in einen Pistolenlauf
Der Hass sah auf das Kind und verstand nicht die Form
seine Wirklichkeit verzerrt, seine Ansichten abnorm
er dachte, dass er einer bösen Fratze zu Leibe rückte
als er mit seinem Finger den Pistolenabzug drückte.

[Refrain]

Der Augenblick des Schusses bis zum Auftreten der Wunde
dauert keine Sekunde sondern eine halbe Stunde.
Sich um sich selbst drehend durchbohrte die Kugel die Stirn
zerfetzte alle Neuronen auf dem Weg durch das Gehirn,
und als sie auf der anderen Seite des Kopfes den Ausgang fand
war das furchtlose Kindbewusstsein zerronnen wie Sand.
Der Hass und die Zerstörung, um die es endgültig wusste
waren nicht der Grund warum es niedersinken musste:
das Glühen des Todes ist geschaffen um den Bösen
durch seinen Anblick von allen Zweifeln zu erlösen.
Erbarmungslos und leuchtend hat es sein Steinherz zerfetzt
und für die Wahrheit des Lebens die des Todes gesetzt.

Bleich sank der Hass vor dem toten Körper nieder,
die Wahrheit war am Zug und sang ihm ihre Lieder.
Nach langer, langer Zeit nahm er die Brille ab
und erkannte in sich selbst sein eigenes Grab.
Es entkam dem Auge ohne Iris eine einzige Träne
und wie ein goldener Löwe mit feuriger Mähne
zerriss seinen Körper die trauernde Macht:
der Hass hat sich an diesem Tag selbst umgebracht
und die Seele des Kindes begab sich auf die Reise,
erforschte den Kosmos auf ihre eigene Weise,
ohne Augen, ohne Finger, ohne Mund und ohne Ohren
wurde sie als kleine Spermie wiedergeboren.

[Refrain]