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Der Juli (Still ruht die Stadt)

This song is by Gisela May and appears on the album Die dreizehn Monate (1984).

Der Juli

Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur
Die Menschheit geht auf Reisen
Oder wandert sehr oder wandelt nur
Und die Bauern vermieten die Natur
Zu sehenswerten Preisen

Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer
Die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
Und den Blick auf die Kuh auf der Wiese
Limousinen rasen hin und her
Und finden, und finden den Weg nicht mehr
Zum Verlorenen Paradiese

Im Feld wächst Brot und es wachsen dort
Auch die künftigen Brötchen und Brezeln
Eidechsen zucken von Ort zu Ort
Und die Wolken führen Regen an Bord
Und den spitzen Blitz und das Donnerwort
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
Und hält nicht viel von Rätseln

Er hält die Welt für ein Bilderbuch
Mit Ansichtskartenserien
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch
Sie weiß Bescheid
Sie weiß, die Zeit
Überdauert sogar die Ferien

Sie weiß auch, einen Steinwurf schon
Von hier beginnt das Märchen
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn
Ruht ein zerzaustes Pärchen
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn
Hier steigen und sinken die Lerchen

Das Mädchen schläft entzückten Gesichts
Die Bienen summen zufrieden
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
In den Wald und zieht, durch den Schluss des Gedichts
Wie in alten Zeiten, gen Süden

Music by:

Manfred Schmitz Wikipedia16

Lyrics by:

Erich Kästner Wikipedia16