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Der dreizehnte Monat

This song is by Gisela May and appears on the album Die dreizehn Monate (1984) and on the compilation album Das Lied von der May (2012).

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Wie säh' er aus, wenn er sich wünschen ließe?
Schaltmonat wär? Vielleicht Elfember hieße?
Wem zwölf genügen, dem ist nicht zu helfen
Wie säh' er aus, der Dreizehnte von Zwölfen?

Der Frühling müsste blüh'n in holden Dolden
Jasmin und Rosen hätten Sommerfest
Und Äpfel hingen, mürb und rot und golden
Im Herbstgeäst

Die Tannen träten unter weißbeschneiten
Kroatenmützen aus dem Birkenhain
Und kauften auf dem Markt der Jahreszeiten
Maiglöckchen ein

Adam und Eva lägen in der Wiese
Und liebten sich in ihrem Veilchenbett
Als ob sie niemand aus dem Paradiese
Vertrieben hätt'

Das Korn wär gelb und blau wären die Trauben
Wir träumten, und die Erde wär der Traum
Dreizehnter Monat, lass uns an dich glauben -
Die Zeit hat Raum!

Verzeih, dass wir so kühn sind, dich zu schildern
Der Schleier weht, dein Antlitz bleibt verhüllt
Man macht, wir wissen's, aus zwölf alten Bildern
Kein neues Bild

Drum schaff dich selbst! Aus unerhörten Tönen
Aus Farben, die kein Regenbogen zeigt
Plündere den Schatz des ungeschehen Schönen -
Du schweigst? Er schweigt!

Es tickt die Zeit, das Jahr dreht sich im Kreise
Und werden kann nur, was schon immer war
Geduld, mein Herz, im Kreise geht die Reise
Und dem Dezember folgt der Januar

Music by:

Manfred Schmitz Wikipedia16

Lyrics by:

Erich Kästner Wikipedia16

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