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​Das zweite etwas eintönig Lied von den vielen kleinen Fiat 600s

This song is by Christopher & Michael and appears on the compilation album Eine Dokumentation (1981).

Original video
Spoken:
Dies ist das zweite etwas eintönig Lied von den vielen kleinen Fiat Sechshunderts.

Ich fahre durch die Straßen von einer and'ren Stadt
Die ein Schallplattenstudio und einen Produzenten hat
Und ich halt' nicht nur an Ampeln, vor dem Studio steig' ich aus
Dann pack' ich die Gitarren und die Gesangsanlage aus
Bis zu Beginn, so denk' ich, bleiben noch zwei Stunden Zeit
Dann heißt es wieder singen und so sind wir hier zu zweit!
Auf hundert kleine Mädchen kommen grad' drei Mannesleut'
Zwei sind von der Presse und der Produzent - "Grüß Gott, Herr Schmidt! Sehr erfreut!"
Was mir hier, ehrlich gesagt, nicht so auffällt, sind die vielen kleinen
Die vielen kleinen
Fiat Sechshunderts
Wen, Wen, Wen
Wundert's?

Und die Eine und die And're hat sich wirklich feingemacht
Mein Herz klopft bis zum Halse, dann hüpft es und es lacht
Und dann sing' ich, singe, singe und der And're tut es auch
Von mir und von den Anderen und vom Frieden einen Hauch
Und zum Schluss, da bin ich fertig und der Michael ist es auch
Dann verspüre ich Durst und ein Loch im Bauch!
Und dann pack' ich die Gitarren und die Gesangsanlage wieder ein -
Das Auto, das wir haben, denk' ich, ist dafür ziemlich klein!
Und so denk' ich, wie ich so packe, wen wundert's, denn der ist größer
An einen von den ganz vielen Großen, da geht die Anlage rein
Von den ganz vielen Großen
Ach, von den ganz vielen Großen
Mercedes Sechshunderts
Wen, wen, wen, wen wundert's?

Doch wie gesagt, ich habe Hunger und frage höflich an
Ob hier eine Kneipe sei, vielleicht gleich nebenan
"O ja", so sagt man freundlich, "in die Sonne lasst uns geh'n!
Dort wo sich die Hähnchen noch spätnachts vollbraun am Spieße dreh'n!"
Und wirklich, zwei Ecken weiter, da steh'n wir dann davor
Der Wirt, ein kleiner Dicker, steht vor der Sonne Tor
Wir lachen und wir freuen uns aufs Essen und aufs Bier
Da legt der Wirt sein Veto ein: "Ich lass' euch nicht zu mir!
Wir sind ein besseres Lokal und deshalb schrecklich fein
Und ohne Krawatte, nein, da lass' ich euch nicht rein!"

"Oh, pardon!", sag' ich, "Bestimmt der Schlips um den Hals bei Ihnen den Charakter?
Nun gut, dann komm' ich morgen wieder, mit Krawatte zwar, doch als Nackter!"
"Du Rotzlümmel!", sagt daraufhin der feine Herr, "Die Krawatte ist's nicht nur
Ich kann dich sowieso nicht leiden, und außerdem, deine Frisur!"
"Nun regen Sie sich nicht auf, mein Herr, das könnte Ihnen schaden!
Sie sind zu fett und nichtmal jung - gleich platzt Ihnen der Kragen!"
Ich sprech's, da torkeln zwei Trunkenbolde aus dem Lokal, ohne Fett, mit Schlips im Haar
Die Sonne ist eine vornehme Spelunke, das ist mir jetzt ganz klar!
Und dann, dann machen wir ganz schnell, dass wir in unser Auto kommen, fahren los
Zwar ist es keiner von den vielen kleinen
Von den vielen kleinen
Von den vielen kleinen -
Na, Sie wissen schon!
Von dem ernsten, dem etwas eintönigen Lied von den vielen kleinen
Fiat Sechshunderts
Wen, wen, wen, wen wen wen, wen wen wen wundert's?

Und dann far'n wir rauf ins Schützenhaus, tari, tari-tata
Da sind 'ne Menge Tische und, gottlob, keine Schützen da
Und wir reden und wir reden, einer fragt: "Glaubt ihr daran?"
Ich sage Ja und Amen! Ein Mädchen sitzt da drüben - ich denk': "Wie fang' ich's an?"
Allmählich wird es später, wir reden, trinken, sind mal ernst und auch mal heiter!
Am nächsten Morgen steh'n wir auf, dann geht es wieder weiter
Und vor dem Hotel, auf dem Rasen, da steht ein Schild, da steht geschrieben:"Bürger, schützt Eure Anlagen!
Ruhe und Ordnung ist erste deutsche Bürgerpflicht!" - Ich will euch mal was sagen:
Das ist der größte Beschiss des Jahrhunderts!
Wen, wen, wen, wen, wen, wen wen wen wen wen wen wen wen wen wen wen
Wundert's!

Written by:

Christopher Sommerkorn