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Verdammt lange her, daß ich fast alles ernst nahm
Verdammt lange her, daß ich an was geglaubt
Und dann der Schock, wie es anders auf mich zukam
Merkwürdig, wie der Hase läuft
Nicht resigniert, nur reichlich desillusioniert
- Ein bisschen was habe ich kapiert

Wer alles, wenn es gut läuft, hinter dir her rennt
Deine Schulter klopft, und dich plötzlich hofiert
Sich ohne rot zu werden bester Freund nennt
Und dich Tags drauf ganz einfach ignoriert
Es ist lange her, daß ich vor so etwas ratlos stand
Und vor Enttäuschung echt nicht mehr konnt'

Ich weiß noch, wie ich nur davon geträumt habe
Nicht wusste wie, und wo ich suchen soll
Vor lauter Sucherei das Finden glatt versäumt habe
Und überhaupt, was ich wo finden wollte
Ein Kopf voll Nichts, nur die paar instinktiven Tricks
- Es dauert lange, bis du dich durchblickst

Das war die Zeit, wo ich noch nicht das Pech hatt'
Noch nicht einmal das, ich hatt' sie nicht einmal satt
Hier war John Steinbeck, da stand Joseph Conrad
Dazwischen ich - nur relativ schachmatt
Es ist ein paar Jahre her, doch die Erinnerung fällt nicht schwer
Heute kommt es mir vor, als wenn es gestern wäre

Verdammt lang her, verdammt lang, verdammt lang her
Verdammt lang her, verdammt lang, verdammt lang her

Fragst mich, wann ich zuletzt ein Bild gemalt habe
Ob mir ein Lied tatsächlich jetzt genügt
Ob ich jetzt da bin, wo ich hingewollt habe
Ob mir meine Farbe auf diese Tour nicht vertrocknet
Ich glaube, ich weiß, ob du nun laut malst oder leise
Es kommt nur drauf an, daß du es tust

Verdammt lang her, verdammt lang, verdammt lang her
Verdammt lang her, verdammt lang, verdammt lang her

Verdammt lange her, daß ich bei dir am Grab war
Verdammt lange her, daß wir gesprochen haben
Und daß vom einen auch etwas beim anderen ankam
So lange, daß ich mich kaum erinnern kann
Hast fest geglaubt, daß wer im Himmel auf dich wartet
"Ich gönne es dir", habe ich gesagt